{"id":36,"date":"2015-06-18T18:05:47","date_gmt":"2015-06-18T16:05:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ergo-ebel.de\/?page_id=36"},"modified":"2015-06-18T18:05:47","modified_gmt":"2015-06-18T16:05:47","slug":"psychomotorik-fuer-grundschule","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ergo-ebel.de\/?page_id=36","title":{"rendered":"Psychomotorik f\u00fcr Grundschule"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kinder sind G\u00e4ste<\/strong><br \/>\n\u201eKinder sind G\u00e4ste, die nach dem Weg fragen.<br \/>\nEs gilt, den G\u00e4sten einen Weg anzubieten und<br \/>\nihnen so lange Sicherheit und liebevollen Halt<br \/>\nzu geben, bis sie ihren Weg selbst gehen k\u00f6nnen\u201c.<br \/>\n(Jirina Prekop)<\/p>\n<p><strong>Die Probleme<\/strong><br \/>\nDass dies bei unseren heranwachsenden Kindern ein schwieriges Unterfangen geworden ist, zeigt sich oft in den Alltagssituationen in der Schule aber auch im h\u00e4uslichen Umfeld.<br \/>\nUnsere Zeit, in der \u201eKind sein\u201c manchmal schwer f\u00e4llt, ist gepr\u00e4gt von einer \u00dcberbewertung des Materiellen, von wachsender R\u00fccksichtslosigkeit, Entfremdung und Isolation. Eltern k\u00f6nnen sich infolgedessen nicht mehr auf traditionelle Bindungen oder Gewissheit verlassen und stehen bei der Erziehung ihrer Kinder oft vor einer F\u00fclle von Problemen.<br \/>\nIn der Schule hat sich der Bildungsauftrag sehr ver\u00e4ndert. Neben dem Erlernen von Kulturtechniken und Schulwissen sind Lehrpersonen sehr gefordert, die Kinder auch individuell zu betreuen. Zappelphilippe st\u00f6ren den Unterricht , Traumsusen m\u00fcssen st\u00e4ndig ermahnt werden \u2013 immer \u00f6fter sind Entwicklungs- und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten zu beobachten. Sie scheinen mit ihrem Alltag oft \u00fcberfordert, was sich u.a. in Unselbstst\u00e4ndigkeit, wenig Selbstbewusstsein, st\u00f6rendem Verhalten, sozialem R\u00fcckzug, Lernproblemen und mangelnder Gruppenf\u00e4higkeit zeigen kann.<br \/>\nDie Psychomotorik sieht im Spiel eine ideale M\u00f6glichkeit, die motivierende und an sich anregende Situation der Bewegung in eine entwicklungsf\u00f6rdernde Struktur umzuformen. Die im Spiel und seinen Regeln organisierte Bewegungshandlung wird so zu einem vorz\u00fcglichen Mittel, um Strukturen des allt\u00e4glichen Lebens zusammen mit dem Kind zu organisieren und zu rekonstruieren.<br \/>\nPsychomotorische Entwicklungsf\u00f6rderung schaut nicht nur nach den Symptomen, sondern versucht, eine umfassende diagnostische Erfassung der St\u00e4rken und Schw\u00e4chen als Grundlage der F\u00f6rderung zu schaffen.<\/p>\n<p><strong>Details<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Gruppe findet in fortlaufender Form statt.<\/li>\n<li>Der Einstieg ist nach einem Vorgespr\u00e4ch jederzeit m\u00f6glich.<\/li>\n<li>einmal w\u00f6chentlich<\/li>\n<li>Gruppengr\u00f6\u00dfe 4 bis 6 Kinder \u2013 2 Therapeuten<\/li>\n<li>Bei Vorlage einer Verordnung f\u00fcr Ergotherapie \u00fcbernimmt die Krankenkasse die Kosten.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Bewegen, Erleben und Wahrnehmen sind hier die grundlegenden Elemente.<\/strong><br \/>\n\u00dcber gezielte Bewegungsangebote lernen Kinder, ihr individuelles und gesellschaftliches Leben positiv zu gestalten sowie aktiv und selbst verantwortlich f\u00fcr die eigene Entwicklung einzutreten. Damit tr\u00e4gt die Psychomotorik erheblich zur Herstellung gesundheitsf\u00f6rdernder Bedingungen bei.<br \/>\nDie Gruppe bietet betroffenen Kindern die M\u00f6glichkeit, gemeinsam mit Gleichaltrigen in einem sicheren und gesch\u00fctzten Rahmen in altersgerechter Form an folgenden Zielen zu arbeiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Wichtige senso-motorische Erfahrungen mit dem eigenen K\u00f6rper zu sammeln (K\u00f6rperwahrnehmung) \u2013 BEWEGEN IST DAS TOR ZUM LERNEN<\/li>\n<li>Verbesserung der Selbstkontrolle\/Regulation mit Hilfe der Gruppensituation<\/li>\n<li>Gef\u00fchle, Probleme und Vorstellungen im Zusammenhang mit ihrem schwierigen Alltag wahrzunehmen, zu verstehen und ausdr\u00fccken zu lernen<\/li>\n<li>Eigenen Grenzen und die des Gegen\u00fcbers erkennen und akzeptieren<\/li>\n<li>Soziale Regeln (R\u00fccksicht auf W\u00fcnsche) und Bed\u00fcrfnisse anderer erkennen und anwenden<\/li>\n<li>Verbesserung der verbalen und nonverbalen Kommunikationsf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Besserer Umgang mit N\u00e4he und Distanz<\/li>\n<li>Eine verbesserte Kompromissbereitschaft<\/li>\n<li>Eine erh\u00f6hte Frustrationstoleranz<\/li>\n<li>Motivation und Ausdauer bei der Arbeit in der Gruppe<\/li>\n<li>Umgang mit Aggression und anderen Gruppenemotionen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von der Teilnahme an der Gruppe profitieren vor allem Kinder mit Auff\u00e4lligkeiten<\/p>\n<ul>\n<li>in der Entwicklung,<\/li>\n<li>in der Motorik (Grob- und Feinmotorik),<\/li>\n<li>in der Wahrnehmung,<\/li>\n<li>im Lernverhalten (Teilleistungsst\u00f6rungen) und<\/li>\n<li>im Sozialverhalten.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kinder sind G\u00e4ste \u201eKinder sind G\u00e4ste, die nach dem Weg fragen. 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